HOYER Brandschutz GmbH | DC Tower 1
HOYER Brandschutz, Experte für vorbeugenden Brandschutz, wurde mit umfassenden Leistungen für den DC Tower 1 betraut und führte im Auftrag der Firma Marioff die Montageplanung, hydraulische Berechnung, Bestandsplanung sowie Bauüberwachung durch. Darüber hinaus musste die Hochdruck-Löschanlage auch bereits den Bau des DC Tower 2 berücksichtigen und sicherstellen, dass nach Fertigstellung beider Tower ein optimales Gesamt-Konzept für den Brandschutz vorliegt.
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DC Tower 1

 

Leistungsumfang

 

  • Planung einer Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage
  • Planung einer Hydrantenanlage
  • Montageplanung
  • Hydraulische Berechnung
  • Bauüberwachung
  • Bestandsplanung

 

Charakteristika des Projekts

 

2014 wurde mit dem DC Tower 1 in der Wiener Donau City Österreichs höchster Wolkenkratzer eröffnet. Um den 250 Meter hohen Turm und seine insgesamt 60 Stockwerke gegen Brandgefahren abzusichern, nahm HOYER Brandschutz die Planung der Sprinkler- und Hydrantenanlage in die Hand und bewies einmal mehr seine Expertise bei der Umsetzung bedarfs- und kostengerechter Maßnahmen unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen.

 

Am 17. Juni 2010 erfolgte der Spatenstich für Österreichs höchsten Wolkenkratzer: Die DC Tower (Donau City Tower), geplant vom französischen Stararchitekten Dominique Perrault im Stil der Postmoderne. Die Eröffnung des DC Tower 1 erfolgte im Februar 2014, der DC Tower 2 ist noch in der Planungsphase.

 

Mit seinen 250 Metern einschließlich der Antenne übertrifft der DC Tower 1 den Wiener Millennium-Tower um 48 Meter.

 

Der DC Tower 1 ist für unterschiedliche Nutzung konzipiert. Die meisten Stockwerke des DC Tower 1 werden als Büroebenen genutzt, darüber hinaus beherbergt der Turm mehrere Sky-Lofts in den oberen Etagen sowie ein Vier-Sterne-Hotel mit Restaurant.

 

HOYER Brandschutz, Experte für vorbeugenden Brandschutz, wurde mit umfassenden Leistungen für den DC Tower 1 betraut und führte im Auftrag der Firma Marioff die Montageplanung, hydraulische Berechnung, Bestandsplanung sowie Bauüberwachung durch. Darüber hinaus musste die Hochdruck-Löschanlage auch bereits den Bau des DC Tower 2 berücksichtigen und sicherstellen, dass nach Fertigstellung beider Tower ein optimales Gesamt-Konzept für den Brandschutz vorliegt.

 

Besonderes Know-how in Planung und Umsetzung war vor allem im Bereich der Zwischendecken des DC Tower 1 gefragt, in welchen die Installationen aller Gewerke Platz finden mussten – hier galt es eine platzsparende, aber dennoch effektive und kostenoptimierte Gesamt-Lösung umzusetzen. Die rasche Brandbekämpfung im 60 Stockwerke hohen DC Tower 1 stellte HOYER Brandschutz durch die Kombination von gleich zwei Lösch-Konzepten sicher: Einer Hochdruck-Wassernebel-Anlage mit insgesamt 10.000 Löschdüsen sowie einer Hydrantenanlage mit rund 250 Wandhydranten.

 

Die Sprinklerzentrale für die insgesamt 25 Pumpen der Hochdruck-Wassernebel-Anlage wurde im tiefsten Punkt des Gebäudes, im UG4 auf Minus 16 Metern, untergebracht. Jede der Pumpen hat ein Leistungsvermögen von 27kW und 140bar, womit das Löschwasser ohne Druckstufe auf über 230m befördert werden kann. Pro Geschoss gibt es ein Bereichsventil welches bei einer Auslösung der Löschanlage automatisch einen Alarm an die zentrale Brandmeldezentrale abgibt und somit eine genau Detektion des Brandherds ermöglicht. Insgesamt werden 50 Tonnen V4A Edelstahl Rohrleitungen mit einem Durchmesser von 12 bis 60 mm sowie 2 km Stahlrohrleitung für die Hydrantenanlage montiert.

 

Die Pumpen der Hochdruck-Wassernebel-Anlage sind bereits für den DC-Tower 2 ausgelegt, der ebenfalls von der Zentrale des DC T1 versorgt wird. Jeder der zwei Tower benötigt bei einem Brand die Leistung von zehn Hochdruck-Pumpen, die restlichen fünf Pumpen sind als Reserve vorgesehen.

 

Eine absolute Besonderheit und in dem Umfang bis dato einzigartige Brandschutzlösung realisierte das Ingenieurbüro bei der Hydrantenanlage des DC Tower 1: Entgegen der herkömmlichen Umsetzung gibt es keine Steigleitung, durch die beim Löschen das Wasser nach oben gepumpt wird, sondern eine Fallleitung – die Anspeisung erfolgt von oben. So befindet sich das Löschwasser im 56. Obergeschoss im so genannten Schwingungstilger, von dem sämtliche Wandhydranten versorgt werden. Das Löschwasser wird durch eine kleine Druckerhöhungspumpe aus dem Tilger gepumpt und in das Rohrnetz der Hydrantenanlage eingespeist. In den Fallleitungen baut sich mit zunehmenden Höhenunterschied ein größerer Druck auf. Da die Wandhydranten nur mit einen maximalen Druck von zirka 9 bar versorgt werden dürfen, wird der Druck in den Fallleitungen an drei Stellen im Turm mit Druckregelventilen wieder gesenkt. Mit seinen 300 Tonnen kompensiert dieser bewegliche Wasserbehälter die bauartbedingten Schwingungen des Turmes. Aus statischer Sicht wäre diese Kompensation nicht verlangt gewesen, vielmehr ergibt sich hierdurch eine zusätzliche Komfortwirkung.

Datum

2014, Österreich

Auftraggeber

Marioff

Gebäudenutzung

Hotel, Büros, Luxus-Wohnungen, Restaurant

Bruttogeschoßfläche

93.000 m²

Nettonutzfläche

72.700 m²

Gebäudehöhe

250 m

Category
Bürogebäude, Hochhäuser, Hotels