Erstes Ingenieurbüro mit HI-FOG® Zertifikat von Marioff - Hoyer Brandschutz GmbH
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Nahaufnahme einer Hi-Fog Hochdruck-Düse © Robert Tober

Erstes Ingenieurbüro mit HI-FOG® Zertifikat von Marioff

Hoyer Brandschutz ist das erste unabhängige Ingenieurbüro weltweit mit dem HI-FOG® Zertifikat der Firma Marioff. HI-FOG® ist die Handelsbezeichnung für das von Marioff entwickelte Hochdruckwassernebelsystem. Es kann anstelle von Sprühflut-, Gaslösch-, Schaumlösch-, Pulver-, und herkömmlichen Sprinkleranlagen sowie statt fest eingebauter Löschanlagen jeglicher Art verwendet werden. Für die Erlangung des Zertifikats erhielt Geschäftsführer Werner Hoyer-Weber nicht nur Einblick in patentierte technische Details, sondern nahm am Marioff-Hauptsitz im finnischen Vantaa auch an praktischen Vorführungen und Zimmerbrandtests teil.

 

Keine allgemein geltenden Richtlinien für die Brandbekämpfung mit Wassernebel

Für automatische Feinsprühlöschanlagen gibt es in Österreich keine gültige Norm oder Richtlinie, weshalb mit Systemzulassungen gearbeitet wird: Sie sind für jede Löschanlage individuell, da die am Markt vertretenen Systeme in puncto Planung und Auslegung sehr unterschiedlich sind. Das geht darauf zurück, dass jeder Hersteller im Rahmen der Zertifizierung bei Stellen wie VdS oder FM auf Basis der Brandversuche sein eigenes Auslegungsregelwerk (DIOM – Design, Installation, Operation & Maintenance Manual) erstellt. Die DIOMs werden damit zur „Richtlinie“ für die jeweiligen Löschanlagen und von den Behörden bzw. den zur Abnahme befugten Stellen herangezogen, um die Gleichwertigkeit zu einer automatischen Sprinkleranlage zu bestätigen.

 

„Als unabhängiges Ingenieurbüro stellen wir stets die Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt, nicht spezifische Systeme oder Produkte. Fakt ist aber, dass es für Feinsprühlöschanlagen keine Richtlinien gibt, die für alle Hersteller gelten. Um diese Art der Löschanlagen auslegen, planen und beurteilen zu können, müssen wir uns also mit den einzelnen Systemen befassen“, erklärt Hoyer-Weber. „Der bisher einzige Fachplaner mit Marioff-Zertifikat sind wir deshalb, da viele Hersteller ihr Fachwissen nur mit Vertriebspartnern teilen. Es ist also an uns, möglichst viele Einschulungen von unterschiedlichen Herstellern zu bekommen. Nur so können wir unsere Kunden bestmöglich beraten und offene Ausschreibungen erstellen.“

 

Vor- und Nachteile im Überblick

Das Löschen mit Hochdruckwassernebel eignet sich besonders für Hochhäuser, Büros, Hotels, Krankenhäuser oder industriell genutzte Gebäude. Der feine Wassernebel weist ein sehr effektives Eindringen in den Brandherd auf, erzielt durch die Verdampfung des Wassers einen hohen Kühlungseffekt und deckt den zu schützenden Bereich optimal ab. So entsteht die gleiche Löschwirkung wie bei einer Sprinkleranlage, der Wasserverbrauch ist aber bis zu 90 Prozent niedriger. Zudem sind durch den Hochdruck keine Druckstufen notwendig – in Hochhäusern reicht so etwa eine einzige Pumpe im Keller, um das Löschwasser bis in den obersten Stock zu befördern. Diesen Vorteilen steht oft die entscheidende Kostenfrage gegenüber: „Hochdruckanlagen sind in der Anschaffung teurer, was auf den ersten Blick die herkömmliche Sprinkleranlage als wirtschaftlichere Lösung erscheinen lässt. Durch den deutlich niedrigeren Platzbedarf für Pumpenzentralen und Wasserbevorratung sowie niedrigere Geschoßhöhen ergeben sich aus baulicher und betrieblicher Sicht jedoch langfristig klare Vorteile – etwa geringere Mietkosten oder Einnahmen durch die Nutzung von Räumlichkeiten, die bei einer Sprinkleranlage für die Unterbringung der Löschanlagen keinen Profit abwerfen würden“, so Hoyer-Weber.