27 Mai 2026 Verstärkung durch Brandschutz- und Simulationsexpertin Nina Schjerve
Wir freuen uns mit Nina Schjerve eine der profiliertesten Fachplaner:innen Österreichs an Bord begrüßen zu können. Die 52-Jährige verfügt nicht nur über langjährige Praxis in der klassischen Brandschutzplanung, sondern bringt auch wissenschaftliche Expertise und mehr als 25 Jahre Erfahrung in der brandschutztechnischen Simulation mit.
Den Weg zum Brandschutz schlug Nina Schjerve bereits nach ihrem Architekturstudium am Institut für Baustofflehre, Bauphysik und Brandschutz an der TU Wien ein. Hier wirkte sie als Studienassistentin an Brandversuchen mit, verfasste Gutachten, hielt Vorlesungen zu Brandschutz und befasste sich schon früh mit einem neuen Forschungsgebiet: Brand- und Verrauchungssimulationen. Nach Abschluss ihres Doktorats und rund zehn Jahren an der TU Wien wechselte sie als Projektleiterin in die Privatwirtschaft zu einem Generalplaner. Zuletzt war sie als Prokuristin bei einem niederösterreichischen Ingenieurbüro für Brandschutz für den Aufbau und die Leitung des Wiener Standorts verantwortlich.
Großes Potenzial für simulationsgestützte Nachweise
„Mit ihrem Wissen zählt Nina in Österreich zu den absoluten Spezialisten der Branche. Besonders zeichnet sie aus, dass sie sich an der TU Wien praktisch von Beginn an mit den ingenieurmäßigen Methoden im Brandschutz auseinandergesetzt hat. Ich freue mich, diesen Bereich mit ihr fachlich weiterzuentwickeln“, so Geschäftsführer Werner Hoyer-Weber.
Neben anspruchsvollen Brandschutzprojekten wird Nina Schjerve ihr Know-how schwerpunktmäßig in der Simulation einsetzen und dieses Leistungsfeld mit unserem bestehenden Team vorantreiben. Dass die Methodik in Österreich nach wie vor mit Akzeptanzproblemen kämpft, kann sie nicht nachvollziehen: „In der Statik sind Berechnungsprogramme längst akzeptiert, im Brandschutz werden sie teilweise noch skeptisch gesehen. Für mich ist aber unabhängig vom Gewerk entscheidend, dass solche Berechnungen von Fachleuten durchgeführt werden, die Ergebnisse kritisch hinterfragen können.“ Sie ist davon überzeugt, dass simulationsgestützte Nachweise in Österreich künftig an Bedeutung gewinnen werden – insbesondere bei komplexen Bauvorhaben, die eine differenziertere brandschutztechnische Bewertung erfordern.
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