Brandschutz-Allrounderin: Stephanie Unterberger neu im Planungsteam

Eine klassische Berufsausbildung im Brandschutz gibt es in Österreich bis heute nicht – umso mehr freuen wir uns, dass wir mit Stephanie Unterberger eine junge und vielseitig versierte Fachplanerin gewinnen konnten. Die Niederösterreicherin war bereits als Projektingenieurin in der Brandschutzplanung sowie als Projektleiterin in der Brandschutztechnik tätig.

Dass sie mit 27 Jahren schon auf ein breites Fach- und Anwendungswissen zurückgreifen kann, liegt vor allem an ihrer frühen Erfahrung im Feuerwehrwesen: „Mein Vater war sein Leben lang bei der Feuerwehr und ich wollte von klein auf mitmachen.“ Im Alter von 10 Jahren begann sie als erstes Mädchen in ihrer Gemeinde bei der Feuerwehr, später war sie dort auch die erste Atemschutzgeräteträgerin. Nach der Matura folgten berufliche Stationen bei Betriebsfeuerwehren – und anschließend der Studiengang zur Akademischen Expertin für Brandschutz an der Donau-Universität Krems, den sie als jüngste Teilnehmerin erfolgreich absolvierte.

Blick für Theorie und Praxis
Besonders spannend findet die Planerin die vielseitige Relevanz der Brandschutzmaterie – nicht nur für die Architektur, sondern auch die einzelnen Gewerke. „Daraus ergibt sich eine große Vielfalt in der Planung: von der Chemiefabrik oder Schule bis zum Einkaufszentrum, Büro oder Labor.“ Zugute kommt ihr dabei, dass sie durch ihre Erfahrung bei der Feuerwehr ein praxisnahes Verständnis für brandschutztechnische Abläufe und Einsatzrealitäten mitbringt. „Ich weiß, wie die Feuerwehr vorgeht und was beim Einsatz wichtig ist. Damit kann ich einschätzen, welche Lösungen möglich sind – auch wenn die Richtlinien vielleicht manchmal etwas anderes sagen.“

Immer offen für Neues
Aktuell vertieft Stephanie Unterberger ihr Wissen in einem weiteren berufsbegleitenden Universitätslehrgang für Fire Safety Management und unterstützt unsere Teams abteilungsübergreifend: Neben Brandschutzkonzepten und einem Umbauprojekt mit starkem Fokus auf die Abstimmung des Feuerwehreinsatzes wirkt sie etwa auch an der Konzeption einer Schaumlösch– und Berieselungsanlage mit. „Ich habe schon im Bewerbungsgespräch gesagt, dass ich Löschanlagenplanung nicht nur aus dem Studium kennen, sondern praktisch anwenden möchte.“

Dem Feuerwehrwesen ist sie bis heute eng verbunden. Ihre Funktionen als Gruppenkommandantin, Feuerwehrjugendbetreuerin und Kinderfeuerwehrbetreuerin übt sie zwar nicht mehr aus – als Mutter von drei kleinen Kindern und voll berufstätige Planerin sind ihre Tage gut gefüllt. Als einfaches Feuerwehrmitglied ist sie aber weiterhin für die Ausbildung zum/zur Atemschutzgeräteträger:in im Bezirk tätig.

„Stephanie bringt Energie mit, ist bei jeder Aufgabe tatkräftig dabei und scheut sich nicht davor, Neues zu lernen. Mit ihrem Know-how, ihrer Praxisnähe und ihrer Freude an der Weiterentwicklung hat sie sich schnell als wertvolle Verstärkung in unserer Planung etabliert“, freut sich Geschäftsführer Werner Hoyer-Weber.