LAENDYARD Süd - Hoyer Brandschutz GmbH
Wir haben den Wohnungsneubau LAENDYARD Süd mit 220 Wohneinheiten vom Brandschutzkonzept bis zur Objektüberwachung begleitet.
Brandschutzkonzept, Wohnbau, Feuerwehr, Brandabschnitte, Rettungswegsystem
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LAENDYARD Süd

 

Leistungsumfang

  • Brandschutzkonzept
  • Brandschutztechnische Beratung von der Einreichphase bis zur Fertigstellung
  • Mitwirkung bei der Einreich- und Ausführungsplanung
  • Objektüberwachung
  • Dokumentation

 

Das 2018 fertiggestellte Wohnensemble LAENDYARD ist Teil des umfassenden Entwicklungs- und Revitalisierungsprojekts „Lände 3“ im 3. Wiener Gemeindebezirk. Auf 5,5 ha Grundstücksfläche und am Standort des ehemaligen Siemens Werksgeländes wurde ein Nutzungsmix aus Wohnen, Büro und Einzelhandel geschaffen. LAENDYARD Süd – errichtet auf dem nach Süden ausgerichteten Baufeld – besteht aus 2 Bauteilen mit 220 Wohneinheiten. Wir haben den Neubau von Anfang bis Ende mit Planung und Beratung begleitet. Da die Gebäude von der Feuerwehr nicht vollständig umfahrbar sind, wartet unser Brandschutzkonzept mit einer Sonderlösung auf: einem außenliegenden Rettungswegsystem.

 

Urban leben, urban planen
Die Gestaltung des Bauvorhabens in unmittelbare Nähe zum Donaukanal lag in den Händen von BEHF Architekten, die die sechs- bzw. siebenstöckigen Baukörper des LAENDYARD Süd in L- und U-Form ausbildeten. Sie beherbergen Wohnungen in der Größe von 35 bis 110 m², die allesamt über Balkone, Terrassen oder Eigengärten verfügen. Errichtet wurden die Bauteile als freistehende Objekte auf dem Grundstück Erdberger Lände 26. „Dieses Projekt zeigt, welche Herausforderungen sich im Brandschutz durch die Nachverdichtung von Städten ergeben können“, so Projektleiterin Margit Petrak-Diop. „Zwar haben wir es nicht mit einer Sanierung, sondern mit einem Neubau zu tun, wo die Rahmenbedingungen einfacher sind, weil man von Grund auf konzipieren kann. Auch hier würde ich die Ausbildung der Brandabschnitte oder die Wahl der Anlagentechnik als solides Planungshandwerk im Brandschutz bezeichnen. Aber wir sind mitten im dicht verbauten Stadtgebiet, was die Zugänglichkeit für die Feuerwehr erschwert – und damit auch die Planung der Rettungswege.“

 

Zweiter Rettungsweg über Leitern
Unser Konzept sieht vor, dass aus jeder Wohneinheit nach spätestens 40 Metern das Freie oder gesicherte Bereiche wie Treppenhäuser und Schleusen erreicht werden. Der gesetzlich vorgeschriebene zweite Rettungsweg wurde mit den Mitteln der Feuerwehr – konkret Drehleiter – sichergestellt. Da die Gebäude mit den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr nicht umfahrbar sind, war für einen Teil der südseitig gelegenen Innenhöfe allerdings eine Sonderlösung erforderlich: Hier führt der zweite Rettungsweg vom 1. bis 5. OG über ein außenliegendes Rettungswegsystem an der Fassade. Die Wohnungen sind dafür mit einem Zugang zu Fluchtleitern ausgestattet. In Abstimmung mit den Architekt/innen wurden pro Geschoß zwei Balkone miteinander verbunden, in deren Mitte die Leitern verlaufen. „Viele Leute denken bei einem außenliegenden Rettungswegsystem an hässliche Notleitern an der Fassade. Dieses Projekt zeigt, wie Architektur und Sicherheit optimal ineinandergreifen können und ist ein absolut positives Beispiel für diese Brandschutzlösung“, resümiert Petrak-Diop.

Ort, Datum

Wien, 2014-2018

Auftraggeber

CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG

Gebäudenutzung

Wohnungen

Größe

BGF rd. 26.000 m²

Category
Wohnhäuser